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Das Jahr ist nicht mehr ganz so jung und doch ist eine Tendenz zum Klaren sichtbar…
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…altbekannt und doch immer wieder neu…Klar, eine Liste, die sich wenige ins Bewußtsein bringen, doch selbst beim Überfliegen wird einem klar, wie schräg die Lage ist. Aber es gibt durchaus andere, bessere Ansätze: andere Länder, andere Sitten, siehe Mexiko, wo Künstler ihre Finanzabgaben mit Kunst begleichen können

Archivare, Art-Direktoren, Aufsichtskräfte, Auskunftspersonal,
Ausstellungsführer, Ausstellungsmacher, Autoren, Bibliothekare,
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Fotografen, Fundraiser, Garderobieren, Grafiker, Aufbauteams,
Hausmeister, Haushandwerker, Haustechniker,
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Kunstkritiker, Kunsttransporteure, Kuratoren, Kustoden,
Layouter, Lichttechniker, Marketingmanager, Museumsdirektoren,
Museumspädagogen, Pförtner, Pressesprecher,
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Verwaltungsmitarbeiter, Versicherungsagenten,
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Tageszeitungen, Tischlereien, Verlage, Verwertungsgesellschaften,
Versicherungen, Werbeagenturen
von Kunstausstellungen leben viele
nur Künstlerinnen und Künstler nicht

Von der Kunst leben viele...

Von der Kunst leben viele…Plakat des bbk Berlin

Der Originaltext und das Plakat sind von der bbk Berlin Seite geliehen…

[pullquote align=right]wahrnehmen:
das Verb (mhd. war nemen, ahd. wara neman) enthält als ersten Bestandteil das unter „wahren“ behandelte Substantiv ‚Wahr‘; „Aufmerksamkeit, Acht, Obhut, Aufsicht“. Es bedeutet demnach eigentlich „in Aufmerksamkeit nehmen, einer Sache Aufmerksamkeit schenken“. Ableitung ist WAHRNEHMUNG
(aus dem Herkunfstwörterbuch (DUDEN))
[/pullquote]

Das Wahrnehmen betrachte ich in meinen Werken als DIE Grundlage, um sich einem „Verständnis“ zu nähern. Einem vorurteilsfreien Verständnis, geleitet durch vorurteilsfreie Anschauung. Denn diese leitet mich während des Entstehungsprozeßes. Im Malen, im Tun, in der aufmerksamen Bildbetrachtung während des Farbfeld-Entwicklungsproßes bildet sich immer ein Ruhepol, eine Aufmerksamkeitsbewegung hin zum Stille werden. In diesem Stille-Werden pulsiert die Seele, atmet ein und aus und weitet sich.

colorfield-farbfeld-stanko

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Mein Wunsch oder auch die bewußte Absicht ist hierbei die Entwicklung einer erweiterten Betrachtung. Im Schauen verbindet sich das sehende Auge, die offene Seele und der in Stille bereite Körper mit dem Atmen der Farbe, die immer Seelenaspekte in uns öffnet. Die immer wieder das Konstrukt der Zeit auflöst und ins Jetzt geleitet, sofern wir bereit sind, die Muster und Bindungen zu lösen. Und wenn diese „erweiterte Betrachgung“, das vorurteilsfreie Anschauen immer wieder gelingt könnte irgendwann hieraus ein neuer Sinn entspringen. Das dürfte der gleiche Sinn sein, den das Gebet, die stille Meditation, die Einkehr in die Stille und alles andere in uns Wirksame befördert, um in der Entschleunigung ganz in uns anzukommen…

Natürlich ist diese „Form“ der Bildbetrachtung auf alles Wahrzunehmende anwendbar, ob es moderne oder klassische Kunst ist, ob es den Moment der Begegnung zweier Menschen beschreibt oder eine wimmelnde Menschenmenge auf dem broadway umfaßt; überall sind wir gefordert eine „neue“ Weltbetrachgung zu üben. Einmal, um ein Handwerkszeug auszubilden in einer sich schneller drehenden Welt, zum anderen, um dem scheinenden und anscheinenden Wirbel in unserer Seele aufmerksam zu begegnen. Wir sind hier um zu lernen, um Erfahrungen zu machen, um uns selbst zu erfüllen, der Aufgabe unserer Seele gerecht zu werden. (Danke Sabrina für diese geliehenen Zeilen). So betrachte ich auch diese Herausforderung als immamente Aufgabe meines Seins. Und hoffe durch meine Kunst, diese stille Art der Betrachtung zu fördern…

Wie gelingt der schöpferische Prozeß?

Im Gestalten des Unbekannten, des noch nicht „Da-Gewesenen“ begegnet mir im schöpferischen Prozeß ein Auflackern tiefer dunkler Seelen-Elemente, die immer wieder ein Voranschreiten verhindern. Doch woher kommen diese „Wenns“ und „Abers“? Was hindert den schöpferischen Geist, die kreative Seele am Gestalten des Unbekannten?

Freiheit aushalten

Freiheit aushalten – „Berge“ in Hohenaschau

Sind es Erfahrungen? Zementierte Vorurteile, eingeprägt in die noch junge Seele zu früheren Zeiten, als sie es liebte zu spielen, um des Spielens willen? Und wer wurde da zum übergroßen Zensor, der nach Jahren immer noch wirksam ist? Im Voranschreiten und Erforschen neuer Grenzen, neuer Form- und Farbwelten flackern diese Fragen auf, durchdringen den forschenden Blick und die tätige Hand, so daß im Erstaunen darüber manchmal der nächste Schritt oder noch schlimmer, der nächste Sprung nicht gelingen mag.

Durchaus bewandert in diesem Phänomen, können wir lernen über diese Grenzen hinaus zu gehen, Neuland zu betreten, um manchmal festzustellen, das es Brachland ist, oder eben doch eine neue, blühende Ebene voll unbekannter Wesen und Farben. Dieses Hineintauchen ins Unbekannte bildet das Bild genauso wie die schöpferische Seele um und hinterläßt manchmal eine Wunde, ähnlich der Wunde, die ein gebrochenes Herz  hinterläßt, nur essentieller, da aus Freiheit geboren…

Was hat das nun mit Angst zu tun?

Wie in allen unerprobten, ungewissen Schritten schrecken wir zurück vor dem Unbekannten, vor dem, das uns auf Grund seiner „Unvorhersehbarkeit“ Angst macht, doch wenn wir genauer hinschauen, bemerken wir, daß es immer nur die Schatten einer Ahnung sind, die das Erschrecken auslösen. Denn wissen kann ich es nicht, ob und wie die Zukunft aussehen wird, wenn ich den nächsten unbekannten Schritt wage. Was bedeutet hierbei „Angst“? Zum Schmerz geronnene Erfahrung oder eher die Vermeidung von Entwicklung ins Unbekannte hinein? Was läßt mich angstfrei atmen und leben und was hindert meinen Nächsten ohne Angst zu sein?

Es gibt den poetischen Moment im Malen. Meine Malerei vollzieht sich in der aktiven Wahrnehmung der Gegenwart. Klingt banal, doch wie schwer es immer wieder ist, den Geist dahingehend zu beruhigen, dass nur der Moment, der gegenwärtige Augenblick im Innen sowie im äußeren Fokus ist, erfahre ich jeden Tag. Jedes Mal aufs Neue, beim Versuch nur noch Farbe, Malgrund oder Pinsel zu sein. Im Dialog mit mir und den Kräften, die ansonsten verborgen in tieferen Schichten schlummern.

Mein “Ziel” sind “Seelenbilder”, doch nicht allein individuelle Seelenbilder, d.h. Bilder, die allein meiner Seele zuzuordnen wären, sondern auch die Bilder der kollektiven Ebene, die ebenso mit meiner Seele schwingen und verbunden sind. “Ziel” ist dabei ein Begriff, der ausgerichtet erscheint auf ein Ergebnis hin, deshalb schreibe ich “Ziel” in dieser Weise, da neben der Bereitschaft, dorthin zu gelangen ebenso die Gelassenheit gehört, sich führen zu lassen und immer wieder nicht zu wissen, wohin die Reise geht. Intuition in ihrer reinsten Form stellt sich dem Gestaltenden zur Seite und führt die Hand, das Auge in unbekannte Bereiche, in unerforschtes Gebiet, dabei veredelnd und gestaltend hin zum BILD.

Die Musik des Malens

Der Klang der Bilder ist vordergründig nicht zu hören, vielmehr entsteht in der kontemplativen Übung des Sehens ein Klang, der fast unmerklich die Saiten der Seele zum Schwingen bringt. Den meisten Bildern ist kein direkt gegenständlicher Inhalt zuzuordnen. Deshalb eine immer wieder gern gestellt Frage “Was soll das sein, was ist hier abgebildet?” Diese Frage beantworte ich gerne mit einer Gegenfrage:”Was sehen Sie? – Was nehmen Sie wahr?” So kann die Frage als Ausgangspunkt für die entspannte Wahrnehmung sein.

Dabei bewegen wir uns dann parallel in zwei Sphären. Einmal in der aktiven Wahrnehmung des Bildes und dann in der Wahrnehmung des Denkens. Zunächst ein Denken über das Bild, die Farbigkeit, die Form. Assoziationen tauchen auf, dürfen sein, werden sein, sollten aber im zweiten Schritt in den Hintergrund gedrängt werden. Das kann ein wahr-gebender Akt in der Bildbetrachtung werden.

Der Klang der Bilder

Nachdem sich Bilder, Assoziationen und vielleicht Begriffe gebildet haben, gilt es zu überprüfen, ob sich diese mit dem Werk verbinden oder schon ein Eigenleben führen. Assoziatives Denken ist spannend und schön, führt aber in der Regel von der gegenwärtigen Wahrnehmung weg. Um eine Aussage über das betrachtete Werk machen zu können, sollte der unruhige Geist durchaus beobachtet werden, dann aber zur Ruhe kommen, um die stilleren Momente zu erreichen. Auch um die innere Gestaltung zu beobachten, die sich in der Regel einstellt, vorausgesetzt, wir sind bereit dazu.

Gegenwärtige Achtsamkeit

Klingende Seele – oder wie gelingt Gegenwärtigkeit?
Meine Bilder bieten hier einen Raum, die Gegenwart aktiv zu fassen, zu erfassen und die Präsenz aktiver Stille, aktiver Wahrnehmung, Achtsamkeit zu üben.

Gestaltbildendes – Formen

  • Ei
  • Oval
  • Quadrat
  • Rechteck

Freie Formen

  • Fließende Übergangsformen
  • Reales
  • Wesens-Interpretationen (Engel, Blüten,…)

Stilmittel

  • Grenzen
  • Fließende Grenzen – Übergänge
  • Transparentes
  • Reduktion in der Farbe
  • Nuancen
  • Reihen
  • Farbfolgen
  • Serien