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allein Freiheit, weiter gehen, ist in der Kunstwelt, wie in der ganzen großen Schöpfung Zweck“

Oder die Entdeckung der Langsamkeit

Am Genesen und endlich, endlich das provisorische Atelier eingeweiht mit Farben der Wärme und Kälte. Durch die Ost-Ausrichtung ist hier die Morgen-Arbeit vorgegeben, gegen später ist das Licht weg – was den Druck erhöht das „eigentliche“ Atelier endlich in Angriff zu nehmen. Wird wohl ein kleiner Kraftakt, aber die Vorfreude auf´s Ergebnis läßt den Aufwand schrumpfen… Vielleicht sind die Schritte im ersten Bild „Stanko Bittlbach 2 Türkis“ noch zu erahnen, doch immer wieder erstaunt die Metamorphose, die ein Bild durchwandert auf dem Weg zum Eigenlichen. Begonnen im Weiß (auf einer MDF-Platte) ist hier dennoch immer Farbe gegeben, die auch jetzt noch wirkt, da das Weiß immer noch transparent – mal mehr mal weniger – ist und so eine sanfte Wärme im Weiß pulsiert… Das führte im Malprozeß zur Notwendigkeit dem etwas „Kühles“ entgegen zu setzen – et voilá – das Türkis hat mir den Tag gerettet und die zweifelnde Frage (wird auch hier meine Malerei gelingen) einfach überstrahlt…

Farbfeldmalerei Impressionen im ausgehenden Jahr 2014…

Stanko-bittlbach-2-tuerkis

Stanko-bittlbach-2-tuerkis

Stanko-bittlbach-1-licht-rot

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Stanko-bittlbach-blau-rot-2

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Stanko-bittlbach-licht-rot

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Stanko-bittlbach-1-rot

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Stanko-bittlbach-1-tuerkis

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Stanko-bittlbach-2-rot

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Ach ja, das Zitat ist aus der Welt am Sonntag ( Er hatte alle Kostüme im Schrank )vom 17.August 2014 entnommen.

Erdkraft und das fordernde Licht des Frühlings bringen neue Farben zum Vorschein… Oder überdecken bereits Gewordenes, durch Schichten & Verdichten findet die Seele zu neuen Farbräumen

farbfeld-blau-ueber-magenta-stanko

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rotes-farbfeld-pigment

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gelb-orange-farbfeld

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orange-farbfeld-pink

orange-farbfeld-pink

blau-weiss-farbfeld-stanko

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rot-magenta-farbfeldmalerei

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tuerkis-farbfeld

tuerkis-farbfeld

Farbfelder (Colorfields) aus der „neuen“ Reihe. Grundierte Leinwände verhelfen dem Blau und Türkis aus der Tiefe zu leuchten, es eigenes Strahlen verschafft den Color Field Paintings zu lichter Strahlkraft. Die Formate sind aber im Übergang, also Versuche für die noch größeren, die da kommen. Die hier gezeigten Arbeiten sind in den Maßen: 80 x 100 cm oder 60 x 80 cm.

Vielleicht weil es draußen immer noch so grauslich kalt ist, kommen diese Farbfeld „Schnee-Impressionen“ (Colorfield) hoch, verdichten sich im Schichten und bilden kleine Erzähl-Fragmente.
Es könnte aber auch Zufall sein. Und was genau war Zufall nochmal? Etwas, das mir zu-fällt? Oder sich spontan ereignet, ohne Zutun und Aktion? Wohl kaum, den hier entsteht etwas anderes aus „schon Gewordenem“ und erhält ein wenig Glanz, Tiefe sowieso…

tuerkis-blau-LW

tuerkis-blau-LW

Ein erster Wurf von Farbe und angedeuteter Form – auch ein Versuch auf Leinwand. Hier wird gleich sichtbar, wie anders und fast grell auf weiß-grundierter Leinwand selbst dünne Schichten von Farbe erscheinen. Der folgende Kraftakt, dieses einerseits wieder zurück zu nehmen und gleichzeitig zu verdichten ist schon komplett anders als die Arbeit auf MDF oder HDF Platten.

kleiner-schnee

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und ein weiteres Beispiel für die „Nicht-Zufälligkeit“ des Werdens…

kleiner-schnee-rot

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Ein erster Wurf von Farbe und angedeuteter Form – auch ein Versuch auf Leinwand. Hier wird gleich sichtbar, wie anders und fast grell auf weiß-grundierter Leinwand selbst dünne Schichten von Farbe erscheinen. Der folgende Kraftakt, dieses einerseits wieder zurück zu nehmen und gleichzeitig zu verdichten ist schon komplett anders als die Arbeit auf MDF oder HDF Platten.

rot-gelb-pink-LW-erste-schicht

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Nach langer Pause, kommt nun endlich wieder etwas Schwung in meine Kunst-Heilen Seite, auch wenn das Zeitkontingent echt begrenzt ist – Aussicht auf Besserung besteht :-)

Laß die letzten Tage satt sein, den Himmel überfließen und das Meer in sattem Grün getränkt in weite Felder gleiten…

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Wenn Farbe verdichtet, geschichtet und in Tiefen verehrt öffnet sie Dimensionen…

Bewegtes aus dem Farbfeld Atelier

Farbfeld Malerei 2010

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Malen als eine andere, erweiterte Form des Denkens? Der über die tätige Hand aktivierte Gedanke oder auch ausgeführte, mal schlummernd, dann wieder laut oder einfach nur freifließend und bewegt führt das Geschehen immer an Grenzen. Die Grenzen zu weiten, zu überschreiten ist des Künstlers Aufgabe – das Medium Farbe/Malerei ist dabei eines von vielen. Aber die Farbe in ihrer Reinheit ist dabei gütiger Träger des Sublimen und undeutbares Phänomen zugleich.

Es ist nicht so, daß wir über Farben nicht sprechen könnten, über ihre Wirkungen und Ausprägungen, aber ein abschließendes und gültiges Urteil dürfte kaum gelingen. Farbe als Phänomen – unendlich in den Nuancen, auch bestimmt und klar, changierend und doch „rein“ – manchmal „edel“ und dann wieder nur pur öffnen Tore in eine „Anders-Welt“.

Das Quadrat als einfache, reduzierte Form hilft dabei dem Bild zunächst Träger zu sein, einen Rahmen oder auch Rand zu geben, „neutral“ in seiner Ausrichtung. Einmal unendlich kraftvoll – da gleichmäßig in zwei Richtungen ausgespannt zwischen der Horizontalen (dem Sinnbild des Erdigen) und der Vertikalen (dem Streben nach dem Himmlischen zuzuordnen) – und dann wieder so sehr in sich ruhend, daß Kraft zugunsten von stiller Präsenz zurücktritt, um dem Phänomen der Wandlung die Bühne zu überlassen. Um dem Kraftpotential der Farbe den nötigen Raum zu bereiten, sich dem Pulsieren und Atmen zu überlassen, das so sehr der menschlichen Kreatur in seinem Lebenswillen entspricht wie kaum etwas anderes. Stockt der Atem oder hört gar auf, erreicht der Mensch in seinem jetzten Dasei die Schwelle – und um diese Schwelle geht es letztendlich immer, wenn Kunst entsteht.

Stille Präsenz

Um der Wandlung zu begegnen ist ein anderer – ein neuer Akt von Wahrnehmung notwendig. Der Ausgangpunkt könnte als „vorurteilsfreies Schauen“ bezeichnet werden, wobei ein erster Blick in der Regel noch nicht viel vom Gehalt des Bildes freigibt. Erst im Schauen „öffnen sich Tore“, die weiteren Zugang schaffen. Und Übung im vorurteilsfreien Schauen bildet die Grundlage für die neuen Wahrnehmungsorgane, die noch nicht einmal einen Namen haben.

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Neu ist auch das Sofa – natürlich in Rot…

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