Gedanken zur Kunst der Gegenwart

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Mit Kunst Steuern zahlen – Mexico als Vorbild

Was so alles möglich ist?

Als die Kunst noch keine Spitzenpreise bei Auktionen erlangte, sondern in der Regel von Haus- & Hof-Malern erledigt wurde, konnten die „einfachen Menschen“ mit Naturalien ihren 10’ten begleichen. Wer kein Bares hatte gab dem Steuereintreiber ein Schwein oder ein Sack Getreibe mit. Diese Zeiten sind (leider?) schon lang vorüber – heute ist ein Jeder verpflichtet seine dem Staat ( also der Gemeinschaft) geschuldeten Steuern in harter Währung zu begleichen.

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Doch es gibt auch andere – durchaus vorbildliche Varianten: Ein vorbildliches Beispiel liefert hier Mexiko, ein Beispiel wie Kulturschaffen auch gefördert werden kann. Wer in Mexico seine Steuern nicht zahlen kann, der kann die Steuerschulden mit Kunst begleichen. Das Finanzministerium besitzt somit eine der größten Kunstsammlungen der Welt. Denn die Künstler können schon seit den 1950er-Jahren mit Kunst bezahlen. Ist das in Deutschland nicht denkbar? Auch wenn keine Kunstsammlung aufgebaut werden soll, so könnte die Kunst zum Beispiel landesweit in öffentlichen Einrichtungen verteilt werden…

 

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Immer mehr

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Ich grenze wie wenig auch, an alles immer mehr
Paul Valery
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immer-mehr-rot-project

immer-mehr-rot-project

Wie auch immer ein „Entgrenzen“ wirksam wird, die Richtung des „immer-mehr“ kann nur auf der Bewußtseins-Ebene geduldet sein. Dem Wachstumsprozeß widerspricht nichts, so wie in der realen Welt, wo das „immer-mehr“ an seine Grenzen gekommen und wir uns fragen müßen, wie dieser Quantifizierung widersprochen werden kann.
Ein möglicher Schritt liegt in der Ur-Kraft des Teilens

Google Art Projekt

Der „große“ Bruder, die allseits beliebte Suchmaschine Google macht sich in Sachen Kunst verdient und hat das „google art project“ aufgesetzt. Es konnten dafür schon viele internationale Museen (über 150 weltweit) gewonnen werden. Nun bietet die Seite virtuelle, großflächige Rundgänge für den geneigten Kunst-Spaziergänger…

Eine Farbfeld Galerie / Museum oder ein Colorfield Museum habe ich noch nicht entdeckt, aber ich bleibe dran – und berichte mehr dazu hier an dieser Stelle

Il Giardino di Daniel Spoerri

Il Giardino di Daniel Spoerri

An den windigen Hängen des Monte Amiato mit Blick auf Seggiano in der südlichen Toskana breitet sich ein Areal, auf einen Blick nicht zu erfassen aus und lädt zum Sehen, Staunen, Wahrnehmen ein. Plätze voll Stille, dann wieder wilde Figuren-Assemblagen oder riesige Eisen Formationen, verschlungene Pfade durch lichte Waldstücke…fast wie ein unendlicher Spaziergang

Arman - das Monument der Sesshaftigkeit - 1999

Arman – das Monument der Sesshaftigkeit – 1999

Empfangen werden die Gäste von Romy, einer quirrligen – wahrscheinlich kunstbessenen Frau, die Ihre Gäste reichlich informiert und liebevoll in die Möglichkeiten des weitläufigen Gartens einführt. Hungrigen ist das Ristorante bestens zu empfehlen, kleine überschaubare Speisekarte mit Köstlichkeiten, die frisch und voller Hingabe zubereitet und serviert werden.

Olivier Estopey - Dies Irea - jour de colére - 2011

Olivier Estopey – Dies Irea – jour de colére – 2011

Daniel Spörri - Mazzo di Fiori - Blumenstrauß - 1994

Daniel Spörri – Mazzo di Fiori – Blumenstrauß – 1994

Meret Oppenheim - Fontana di Hermes - 1966/1999

Meret Oppenheim – Fontana di Hermes – 1966/1999

Alfonso Hüppi - La Torre degli Amanti - 1997 (Ausschnitt)

Alfonso Hüppi – La Torre degli Amanti – 1997 (Ausschnitt)

Roland Topor / Daniel Spörri - Mamma Muntagna - 1976 / ...

Roland Topor / Daniel Spörri – Mamma Muntagna – 1976 / …

Arman - das Monument der Sesshaftigkeit - 1999

Arman – das Monument der Sesshaftigkeit – 1999

Il Giardino di Daniel Spörri ONLUS
Italien – 58038 Seggiano GR
Fon: 0039 – 0564 950 026
Homepage: Daniel Spörri

Vincent van Gogh - Selbstporträt

Gedanken zur Kunst

Vom Genie zum Star

So oder so ähnlich beschreibt es Hans-Joachim Müller in der aktuellen KUNSTZEITUNG – APRIL 2012. Die These ist: Auch in der Kunst in ein Wandel des Bildes und des Selbstverständnisses des Künstlers / der Künstlerin zu verzeichnen und zeugt von der Angleichung des Kunstbetriebs an die Unterhaltungsindustrie. Marketing statt Inhalte – Effekt statt Wahrnehmung…

Geschuldet einer neuen Aufmerksamkeitsbewegung, die wohl eher die Inszenierung unterstützt als die Immanenz des Werks aufgreift.

Vincent van Gogh - Selbstporträt

Vincent van Gogh - Selbstporträt

Die Zeiten, als sich ein Künstler der Aufmerksamkeit willen in Anlehnung an ein verkanntes Genie ein Stück seines Hörorgans abschnitt sind gewichen zu Gunsten vermeintlich großer Inszenierungen des eigenen Starkults durch zum Beispiel fahnenwedelnde Aktionen (Jonathan Meese), glitzernde Verklebungen eines alt-ehrwürdigen Vanitas Symbols (Damien Hirst) oder der schlichten Vergrößerung ins Gigantomanische von Banalitäten (zu viele gegenwärtige Beispiele…)

Seltsam anmutend ist hierbei die Attitude und der Kniefall der Kulturprominenz ohne wirkliche Auseinandersetzung mit den Ideen (sofern welche vorhanden) – oder mit den immanenten Themen des Werkes. Wie oft ist außer „aufgeblasener“ Größe (dimensional gedacht) nichts weiter zu vermerken…

Farbfeld – Atelier Ansicht

Grenzen weiten

Die Weite weiten durch Entgrenzung, durch das Aufbrechen eines Rahmens, selbst gesetzt und sinnvoll, aber nun auch dehnbar und somit öffnend…

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…am werden, neue Flächen, neue Formensprache…

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Oval – Ei-Form als Ursprung

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Das Ei als Ursprungsform

Das Oval als ein Ausdruck des dynamischen Kreises
Seit einem Kunstprojekt („Hase oder Ei – was hat Ostern mit Freiheit zu tun?„) in den 90.ern, inspiriert und durchdrungen von der Kraft dieser Form beschloß ich, das Oval oder auch die Ei-Form als Experimentierfeld in die Malerei zu nehmen. Ausgehend von einer Fragestellung aus der Farbenlehre: „Welche Grundform kann den Grund- und Sekundärfarben zugeordnet werden“, entwickelten sich viele Farbvariationen…

„Als Urpsrungsform wohnt sie der menschlichen Seele inne und lebt.“

Seit Menschengedenken findet diese Urform in Gestaltung von Weltbildern ihren Einsatz. Nicht der wohlpropotionierte und symetrische Kreis, sondern die vielleicht aus der Natur abgeleitete Version der Ei-Form diente den Menschen aus „Fassung“ oder als Formbegrenzung – um ihr Weltbild darzustellen…

Mehr dazu in diesem Artikel: Geschichte des Ei-Ovals
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Wärmepol

Für einen klirrend kalten Tag

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Impressionen…

Vernissage Facettenreich

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Egon Schiele - liegender Akt

Egon Schiele im Kunstbau – Lenbachhaus

Egon Schiele

Egon Schiele

EGON SCHIELE: »DAS UNRETTBARE ICH« – Werke aus der Albertina

3. Dezember 2011 – 4. März 2012, Di – So 10 – 18 Uhr

Auch heute noch wirken seine Zeichnungen verstörend – nicht weil sie obszön oder zu freizügig wären, sondern weil sich in ihnen der unbedingte Wunsch nach dem „Begreifen des Wesens“ ausspricht. Die Werke aus der Albertina (Wien) zeigen Schieles Kosmos auf und die Konzentration auf das zeichnerische Werk, sowie auf die selten gezeigten Texte und Gedichte eröffnet dem Besucher einen „intimeren“ Blick auf diesen wachen und zum Teil wohl auch geplagten Geist.

Ein Selbstbild

Ich bin für mich und die, denen
Die durstige Trunksucht nach
Freisein bei mir alles schenkt,
und auch für alle, weil alle
ich auch Liebe, – Liebe.

Ich bin von vornehmsten
Der Vornehmste
Und von Rückgebern
Der Rückgebigste

Ich bin Mensch, ich liebe
Den Tod und Liebe
Das Leben.

Egon Schiele: Ein Selbstbild, 1910

Egon Schiele im Kunstbau des Lenbachhauses

Egon Schiele - liegender Akt

Egon Schiele - liegender Akt

An was denkt man, wenn man den Namen Egon Schiele hört? Wohl an weibliche Modelle zwischen Androgynität und Magersucht, unfertige Skizzen, provokative Aktdarstellungen und pathologisch wirkende Selbststilisierungen … “ hier weiter lesen: „Das kuratorische Konzept der Ausstellung scheint sich dabei geradezu gegen Schieles skandalöse Biografie zu wehren und versucht „