Sortier Funktion III NAVI 2015

Sade – Tag 74

Lovers Rock

Ich wußte nicht, das SADE so gut zur Wueste passt – aber woher auch, denn die Wueste war mir bisher fremd. Endlich angekommen bei unseren Freunden in Palm Springs (was sich ja so gar nicht nach Einoede oder Wueste anhoert) ist allein die Luft berauschend um dann von einem vorzueglichen Krebs-Dinner und begleitet von Sade`s Lovers Rock quasi zum akustistischen Hoehepunkt katapultiert zu werden.

Wahrscheinlich weil Sade so sparsam in der Produktion ihrer Alben ist, so gelungen klingen diese troepfelden Klangfelder und sorgsam durchkomponierten Lieder im besten Sinne. Mal etwas melancholisch, dann wieder dance-lastig oder chillig… so grundtief erhlich wie ´by your side`klingt selten ein song – Sade weiß wie´s geht.

Adele – Tag 73

19

Noch rau und experimentell und voller Einfälle, so das Debutalbum der talentierten Engländerin. Laurie Blue Adkins aus London punktet nicht allein mit dieser außerordentlichen Stimme, sondern besticht ebenfalls durch klasse Songs, eingenwillingen Instrumentalisierungen und dem gelungenen Wechsel zwischen Balladen und uptempo Songs.

Hoffentlich versaut der Grammy- und Starrummel nicht ihr Talent fürs Komponieren, so daß die Spannung aufs Album 23 nicht umsonst gehalten wurde :-) Denn chasing pavements oder make you feel my love klingen richtig groß, für eine damals 19-jährige wirklich erstaunlich. Das Album paßt auch erstaunlich gut zu einem Spaziergang am manhattan beach L.A.

20130319-092822.jpg

Los Angeles

L.A. ….
Starwalk at Chinese Theater, Beverly Hills, Ventura Highway and a great time @ comedy room,
20130316-092628.jpg

20130316-092753.jpg

20130316-092824.jpg

20130316-092903.jpg

20130316-093754.jpg

20130316-093955.jpg

Tryptichon - Stanko - drei Farbintensitäten

Farbmeditation

„Der Erleuchtungsweg des Westens ist die Kunst, aber die Künstler sind nicht erleuchtet.
Der Dalai Lama, auf die Frage, ob es denn bei uns  (gemeint ist der Westen) auch so etwas wie einen Weg zur Erleuchtung gäbe.

Dieser Auszug ist aus einem Beitrag von Liane Dirks, den ich soeben auf mystica.tv gelesen habe – den ganzen Beitrag findest Du hier

Wiederentdeckung des Geistigen?

Natürlich gibt es Gegenbeispiele und es kommt auch Gegenwind auf. Kurz vor seinem Tod formulierte Christoph Schlingensief in einem Fernsehinterview den Satz: „Was mich an der Kunst interessiert, ist das Spirituelle.“ Diesen Satz von einem zu hören, dessen Auftreten man zwar mit provokanten, aufrüttelnden Aktionen verbunden hat, aber nicht unbedingt mit Spiritualität, das ließ aufhorchen. Ungefähr zeitgleich meinte der Schriftsteller Martin Walser – ein Seismograph gesellschaftlich relevanter Themen – Literatur sei eigentlich Religion und es ginge darum, ihr diese eigentliche Bedeutung wieder zukommen zu lassen.

„Religio“ bedeutet Rückverbindung, und wer von Spiritualität spricht, der fragt wieder nach dem Geistigen in der Kunst, nach dem Bewusstsein, dem bewussten Sein.

Und jetzt erklärt auch noch die Leiterin der diesjährigen Documenta, Carolyn Christov-Bakargiev, in einem Interview mit der ZEIT, dass Kunst etwas mit Heilung zu tun habe. „Heilung, das meine ich ganz ernst. Die Kunst kann etwas verändern, sie kann uns verändern.“ Wie wunderbar. Das lässt hoffen!

Heilung ist Ganzwerdung, sie ist eben kein getrennter Prozess. Wie schön wäre es, könnten wir den Weg der Kunst wieder aktiver als Weg der Ganzwerdung verstehen, anschauen, begreifen und ihm noch mehr Wirkung zukommen lassen. Auch öffentlich. Wie schön wäre es, könnten wir Kunst wieder als „wesentlich“ begreifen, als Ausdrucksform von und für neue „Wesen“.

Farb-Meditation

Zwei Formen - Stanko

Stanko – Zwei Formen

Jegliche Farbwahrnehmung ist abhängig vom Licht. Von dessen Intensität, Kraft und Reinheit (und zumeist unbeobachtet: von der Dunkelheit als dessen polares Gegenüber) …so erlebt die aufmerksame Betrachtung ganz verschiedene Nuancen oder gar Welten von Dichte und Intensität, je nachdem wie das „natürliche“ Licht mit der Farbe spielen kann. Direkte Sonneneinstrahlung, gedämpftes Nordlicht oder Kunstlicht beeinflußen jede Farbe und jegliche Farbwahrnehmung existentiell.

Manchmal erlebe ich dieses Sehene wie ein Tanz zwischen Licht und Dunkelheit, aus dem heraus die Farbe geboren ihr lustvolles Spiel mit dem Auge treibt. Wie die Bewegung zwischen Polaritäten einen immerwährender Prozeß darstellt (phänomenologisch betrachtet), so führt auch die stille Anschauung einer in sich ruhigen, aber dennoch belebten Farbfläche auf diesen Pfad der Wandlung, auf den Weg des Ein- und Ausatmens, hin zum Pulsieren der Farbfläche…

Ausgehend von der These: Lichtqualität=Farbqualität ist es für das wahrnehmende Auge und die offene Seele immer wieder erstaunlich, in welche Tiefen der Betrachtung wir einsteigen können. Voraussetzung ist dabei die Bereitschaft, in uns die Stille einzulassen. Vorerst nichts zu tun als zu Schauen.

Farbmeditation

Tryptichon - Stanko -  drei Farbintensitäten

Stanko – Tryptichon – drei Farbintensitäten

Landläufig ist die Vorstellung von Meditation derart verbreitet; der Geist soll still werden, die Gedanken beruhigt, während der Meditierende die Augen geschlossen hält und dem Atem folgend ganz bei sich ankommt. Viele Meditierende kommen damit gut zurecht… Ich nicht! Leider gelang mir das so nicht wirklich, da allein das Sitzen (womöglich noch im Schneidersitz) nach ein paar Minuten zur Quall wird. Der Körper meldet sich und will eine andere Position einnehmen, was den Geist in Aufruhr bringt und so die Stille einfach nicht zustande kommt.

Aus der Arbeit mit der Farbfeld Malerei entstand schon vor Jahren im Atelier eine andere Art der „aktiven Stille“, eine Art „aktiver Meditation“ während des Tuns, während des Malens. Ich bemerkte wie im Malakt der Geist – der plappende Verstand still wurde und das Tun eine Qualtät von aktiver Präsenz einnahm… Begleitet von Musik tauchte dann irgendwann mein unruhiger Geist ein in meinen Seelen-See und ward in sich ganz still. Diese Präsenz verhalf mir dann auch im Anschauen des Gewordenen zu einer anderen (erweiterten?) Wahrnehmung. Diese Qualität in der Anschauung half und hilft mir, dem Bild beim Werden zuzuschauen, ohne allzuviel zu drängen oder aus der Vorstellung heraus zu wollen. Wie jeder Künstler aus eigener Anschauung heraus weiß, will das Bild ab einem gewissen Moment ebenfalls etwas und da gilt es aufmerksam zu sein.

Seelentief - Stanko Farbfeld

Seelentief – Stanko Farbfeld

Saatchi Gallery Sofa Ansicht

Saatchi Collection mit Farbfeld in Orange vertreten

Schicke Ansicht – schicke Aussicht

Mein Red-Orange on Orange ist in der aktuellen Auswahl von Rebecca Wilson (Director at the Saatchi Gallery, London) neben einigen anderen Bildern aus der zeitgenössischen Kunstszene vertreten. Auf der Saatchi Online Seite gibt es eine praktische „Vorschau-Version“, wie mein „Red-Orange on Orange“ über Ihrem Sofa aussehen könnte. Das sehen Sie hier auf dieser schicken Montage :-)

Rot-Orange-Feld 2012 - Stanko - 100cm x 100cm - Öl auf MDF - 2012

Rot-Orange-Feld 2012 – Stanko – 100cm x 100cm – Öl auf MDF – 2012

Saatchi Gallery Sofa Ansicht

Saatchi Gallery Sofa Ansicht: Red-Orange on Orange

Wahrnehmung

Kunst-Heilen?

Wieso heißt diese Seite „Kunst-Heilen“

Immer wieder taucht die Frage auf, warum diese „Seite“, die doch eher Malerei und Kunstgedanken behandelt „Kunst-Heilen“ heißt. Nun, neben einer eigenen Historie (meine ehemalige Partnerin Susanya ist Heilpraktikerin), schien es mir sinnvoll, auch den „heilerischen“ Aspekt von Kunst im „Namen“ weiterhin zu tragen. Aber vor allem, da der heilerische Aspekt  meiner Kunst nach langjähriger „Betrachtung“, vielen Gesprächen und Erfahrungen immer deutlicher zu Tage tritt.

Weiterlesen

Januar im Farbklang

Lichtfarben im Januarlicht gedeihen langsam, aber bringen das trübe Januarlicht zum Glühen…