Ein Bildnis

„…nicht er war es, der da stand und aus eigenem Willen ein Bildnis schuf; vielmehr war es der andere, (…) der sich seiner Künstlerhände bediente, um aus der Vergänglichkeit und Veränderlichkeit des Lebens herauszutreten und das reine Bild seines Wesens darzustellen…“

Hermann Hesse – Narziß und Goldmund

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Wo immer wieder die Frage nach der schöpferischen Kraft, nach dem Warum auftaucht, nach dem Anlaß, nach dem inneren Impuls, warum etwas geschaffen, zum Bilde oder Bildnis wurde, so bleibt diese Kraft ihrem Wesen unergründlich treu und bringt im Versuch einer Antwort meist nur Oberflächliches zutage. Keine noch so eloquente Antwort kann dieses Unergründliche erschließen, wenn der Impuls von dort kam, wo alles Schöpferische beheimatet ist – im liebenden Herz.

Mal zutiefst bewegt und voll warmer Herzenskraft, mal durchtränkt von unausprechlicher Sehnsucht. Und im Glücksfall verbunden…

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