Sortier Funktion VI NAVI 2015

Vollkommene Stille

Die vollkommene Stille des Geistes ist ein außergewöhnlicher Zustand; er ist höchst empfänglich, sensitiv, grenzenlos lebendig und sich aller Bewegung im Außen bewußt und dennoch still. Weil die Stille immanent wirkt, wird der Zustand als völlig offen erlebt werden, ohne Hindernisse, ohne geheime Wünsche oder verstecktes Wollen.

blaues-feld-hell

blaues-feld-hell

Das Sein darin ist still und bereit, weil es keinen Konflikt oder Widerstand im Außen gibt. Diese Offenheit führt das Sinneserlebnis an seine Grenzen und gewährt Ausblick in ein gegenwärtiges Sein, das noch nicht ist, aber immer schon war und sich gleichzeitig gegenwärtig wirksam zeigt, indem die Seele bereit ist in dieses Fließen einzutauchen ohne unter zu gehen. Gegenwärtigkeit ergreift und erfüllt die Herzkraft mit der Ahnung von Unendlichkeit.

Inspiriert von „Krishnamurti“ an einem Schnee zerzausten  11.Dezember

Form: Dort wo die Horizontale mit der Vertikalen zusammen trifft, entsteht ein Punkt der Stille, ohne Richtung, ohne Tendenz.

Das Kreuz als Zeichen für die horizontale Erden-Kraft (der Landschaft) und der vertikalen Geistkraft des Menschen mit seinem Streben, dem geistigen Impuls zu folgen und sich aus  den horizontalen Erden-Kräften zu befreien und diese dadurch im bewußten Aufwärtssprung zu integrieren…. So wie Farben Seelenqualitäten widerspiegeln, so greifen Ur-Formen nach einer unsichtbaren Verbundenheit mit den Menschen bestimmenden Kräften. Ausgleicht und Balance findet sich im „Radkreuz“ ebenso wie im „Griechischen Kreuz“, eine Überbetonung der Vertikalen erfolgt erst im „Lateinischen Kreuzsymbol“, welches als Kreuz  des „Leidens Christi“, aber auch als ein Auferstehungssymbol die Menschwerdung begleitet.

Farbe: Angekommen im Kraftzentrum des Symbols stellt sich für den Künstler die Frage nach dem seelischen Anteil, nach Farbqualität, die sowohl die Form wie auch die Farbe in ihrer Grundkraft umfaßt.  Lebendiges Pulsieren, ein großes Atmen sowie Ausdehnung sind der Farb-Form mitgegeben, inwendige Farbe greift nach der Kraftquelle, nimmt sie auf und bringt sie an die Oberfläche, von der sie in den Raum strahlt und am Seelenrand feine Wirbel bildet, Verkrustetes anlößt und Verfestigtes wieder zum Fließen bringt – unmerklich aber bestimmt und stetig…

Zwei Polaritäten: Rot und Türkis (erweitertes Grün) als gegenwärtige Erfahrungsfelder im Versuch Farbe und Form zu verbinden.

Durch Reduzierung auf Grundform undGrundfarbe entsteht ein fast archaisches oder magisches Verbundensein mit dem Urgrund. Zunächst unbemerkt, doch im aktiven Sehen und Empfinden verdichtend der Wunsch nach Tiefe. Eine geistesgegenwärtige Aufmerksamkeitsbewegung in der Anschauung hält das achtende Auge, das denkende Herz und die Wärme im Denken in Balance…und dann….Stille…

kreuz-symbole-web

 

  • Radkreuz
  • Griechisches Kreuz
  • Lateinisches, Passionskreuz
  • Andreas-, Schrägkreuz
  • Tau-, Antoniuskreuz
  • Gabel-, Schächerkreuz
  • Hänkelkreuz, ägypt.Kreuz
  • Swastika, Hakenkreuz
  • Ankerkreuz
  • Kleeblattkreuz
  • Krückenkreuz
  • Jerusalemer Kreuz
  • Wiederkreuz
  • Lothringer, Patriarchalkreuz
  • Weihekreuz
  • Russisches Kreuz
  • Johanniter-, Malteserkreuz
  • Gammakreuz
  • Tatzenkreuz
  • Tolosanerkreuz
  • Kolben-, Apfelkreuz
  • Kugelkreuz
  • Astkreuz
  • Dopelkreuz
  • Kardinalskreuz
  • Jakobskreuz
  • Hakenkreuz
  • Christusmonogramm
  • Dreifaltigkeitssymbol

 

 

Kreuzsymbole (Erratiker.de)

Mehr zum Symbol auf Wikipedia

Allerheiligen (Christlicher Feiertag)

Samhain (Keltisches Fest)

Farbfeld Malerei als Zeichen des Übergangs. Transition als Schlagwort für das Weiten der Grenzen. Im Fließen erschließen sich neue Welten, das Dahin-Gleiten in der Zeit durchschwemmt die Seele…

Das Video begleitet ein Seh-Experiment, Farbfelder im Übergang (Transition) wie sie durch die Zeit hinweg entstanden sind und so nie gesehen werden.

Musik: im Video ist noch der falsche Musik-Titel genannt – UMG hat es nicht erlaubt, die Musik von P.Glass zu verwenden. Youtube hat ausgeholfen mit diesem wundervollen Song von Damien Rice (+Lisa Hannigan)

Josef Albers, stellvertretender Bauhaus Direktor (1930-1933)  emigrierte 1933 mit seiner Frau in die USA, als die Nazis nach das Bauhaus schlossen.  In Amerika wurde er ans Black Mountain College in North Carolina gerufen, wo er von 1933 – 1949 tätig war. Legendär sind seine Ausführungen zu den Gesetzmäßigkeiten von Farbwirkungen. Farbfelder, aufgetragen in fast immer der gleichen Formensprache macht er dem Betrachter bewußt, wie relativ die einzelne Farbe in ihrer Wirklichkeit ist. Nichts ist gewisser als der Wandel.

Josef Albers in der Pinakothek der Moderne München

Josef Albers - hommage to the square

Malerei auf Papier
Ausstellung vom 16.12.2010 – 06.03.2011

Diese Ausstellung soll erstmals farbige Arbeiten auf Papier zeigen.  Bestimmendes Thema ist dabei der Zyklus: „hommage to the square“ den Josef Albers nach seiner Emigration in die Vereinigten Staaten unaufhörlich studiert und ausgebaut hat.

Ein paar weitere Infos auf der Pinakothek Homepage

Bei den unzähligen Arbeiten zu „hommage to the square“ verwandeln sich einzelne Farben, je nach Farb- Nachbarschaft und treten in Wechselwirkung. Durch klare Abgrenzung und Monochromie erstrahlt jede einzelne Farbe in ganz eigener Kraft. Aber gerade dann, in konkreter Nachbarschaft zu einer anderen klaren Farbe verliert sie ihre Eigenständigkeit und gebiert jeweils an der Grenze zur anderen Farbe ein seltsames „Dazwischen“ – ein Übergang entsteht, ein changierendes Etwas. Dieses ambitionierte Video verschafft einen kleinen, virtuellen Eindruck – allerdings sollte man dieses Phänomen an echten Werken studieren. Die oben erwähnte Ausstellung bietet da eine günstige Gelegenheit.

Alexander Malewitsch - schwarzes Quadrat auf weißem Grund

Ein Begriff, der auf die Anfänge des 20 Jhd. zurück geht, als die Frage nach dem konkreten Sehen und demnach auch nach dem konkreten Werk aufgetaucht ist. Laut Wikipedia wird der Beginn auf die 50er Jahre gesetzt, was aber eindeutig zu spät datiert ist, da bereits 1915  Alexander Malewitsch sein berühmt gewordenes „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“ gemalt hat. Auch wenn er sich dann später vom „abstrakten“ Weg abgewendet hat, so hat doch dieses Werk die Kunst nachhaltig beeinflußt.

Josef Albers könnte man als eine Art geistigen Schüler ansehen, der nach seiner Emigration (Flucht vor den Nazis) in den USA unzählige Quadrat Variationen geschaffen hat. Ebenso seine Reflexionen und die Lehrtätigkeit weisen einen Weg weg vom Zufallsprodukt hin zu einer neuen Art des malerischen Denkens und Wahrnehmens (auch „Wahgebens im Sinne Gebsers) um die Plattform zu bereiten für seine amerikanischen Kollegen wie Ad Reinhard, Barnett Newmann, Carmen Herrera oder Mark Rothko.

Aktuelle Positionen:

Farbe ist das Gewand der Schönheit. Keine Farbe steht für sich allein. Jede Farbe offenbart sich in einem Tanz, bei dem die anderen Partner unsichtbar sind. Farbe bedeutet immer eine Zusammengehörigkeit, die sich in ständiger Bewegung befindet, ein Heller-Werden oder Dunkler-Werden. Und doch ist jeder Farbe ihre ureigene individuelle Persönlichkeit und Stimmung angeboren.
John O´Donohue in: Vom Reichtum des Lebens – die Schönheit erwecken (dtv-Verlag)

Seelentief - Stanko Farbfeld

Seelentief – Stanko Farbfeld

 

Nicht jedes gemalte Bild ist Malerei – Malerei muß man lesen, dieser Vorgang aber ist zu lernen, er versteht sich nicht von selbst – Erfahrungen jedweglicher Art werden durch den Künstler verwandelt,  in das Medium Malerei transportiert.
Graubner, aus einem Gespräch 1975 “
(Quelle: nachrichten.rp-online.de )

MY OH MY (David Gray – White Ladder 2000)

‘What on earth is going on in my heart
Has it turned as cold as stone
Seems these days I don’t feel anything
Less it cuts me right down to the bone
What on earth is going on in my heart

My oh my you know it just don’t stop
It’s in my mind I wanna tear it up
I’ve tried to fight it tried to turn it off
But it’s not enough
It takes a lotta love
It takes a lotta love my friend
To keep your heart from freezing
To push on till the end
My oh my

What on earth is going on in my head
You know I used to be so sure
You know I used to be so definite
Thought I knew what love was for
I look around these days and I’m not so sure

My oh my you know it just don’t stop
It’s in my mind I wanna tear it up
I’ve tried to fight it tried to turn it off
But it’s not enough
It takes a lotta love
It takes a lotta love my friend
To keep your heart from freezing
To push on till the end
My oh my you know I just can’t win
I burn it down it comes right back again
What kinda world is this we’re living in
where you never win
It takes a lotta love
It takes a lotta love these days
To keep your heart from freezing
To keep your spirit free

My oh my you know it just don’t stop
It’s in my mind I wanna tear it up
I’ve tried to fight it tried to turn it off
But it’s not enough
It takes a lotta love
It takes a lotta love my friend
To keep your heart from freezing
To push on till the end
My oh my it just don’t stop
My oh my it just don’t stop
My oh my it just don’t stop….

Zeitlichkeit und Verlust

[imagebrowser id=19]

Bildergalerie mit Ausschnitten von Farbfeld Bildern aus den Jahren 2009 – 2010 und Reise Impressionen

Der Farbe wohnt wie  der Musik die eigentümliche Eigenschaft inne zu sein und zu vergehen. Das Seiende in der Farbe ist ihre durchdringende Präsenz, die sich dem offenen Auge bietet, das Herz und die Seele ergreift und den Geist auf eine Reise mitnimmt, eine unbestimmte und nicht vorhersehbare Reise.  Ein immerwährend Vergehendes zeigt sich, sobald das Bewußtsein versucht „zu halten“, was nicht zu zu halten ist. Und so lehrt die Farbe den aufmerksamen Betrachter eine eigene Art von Demut. Festhalten ist nicht. Auch wenn es Krücken und technische Möglichkeiten der Reproduktion gibt, so ist die unmittelbare Anschauung durch nichts zu ersetzen.

Farbige Schatten

Das Phänomen der farbigen Schatten ist ein wundervolles Beispiel für diese Flüchtigkeit und gleichzeitig kraftvolle Präsenz eines weitläufig unbeachteten Farbphänomens. Real und durch Fotografie festzuhalten und dennoch so zart und vergänglich wie ein Regenbogen. Hier begegnet uns das unendliche Spiel der Polaritäten – nicht der Gegensätze, sondern der sich gegenseitig bedingenden Kräfte Hell und Dunkel – Weiss und Schwarz in der Farbsprache. Zwischen diesen Polen findet ein sehendes Auge Übergänge, Fließendes und Verdichtungen genauso wie Flüchtiges und während des Entstehens Vergängliches.

„Meine Bilder bauen sich auf im Wachstum des Lichts, verlöschen mit dem Licht; Anfang und Ende sind austauschbar. Sie bezeichnen keinen Zustand, sie sind Übergang.“
Gotthard Graubner, 1963 (in: „Europäische Avantgarde“, Frankfurt 1963)“

Farbfelder (color field painting) Ausstellung

Westpfalz Klinikum Kaiserslautern – 30.04. – 22.08. 2010

Mit dieser Ausstellung bekommt „kunst-heilen“ erneut eine weitere Bedeutung. „Entschleunigung“ und Durchatmen in einer Zeit, wo der Körper aufgefordert ist zu Regeneration und Neuaufbau, wo der Geist und die Seele zur Ruhe kommen sollten, wo Zeit nicht den Takt des Seins bestimmt, sondern alle Kräfte darauf ausgerichtet werden, eine Krise innerlich und äußerlich zu bewältigen. Eine Zeit, in der der Schmerzkörper das gesamte Sein bestimmt, im Vordergrund steht und deshalb aufmerksam studiert werden kann. Die geistige Schau auf diese wirkenden Seelenkräfte kann die Wirksamkeit des Schmerzkörpers annehmen, integrieren um danach nicht mehr von ihm bestimmt zu werden. So kann ein Aufenthalt in einer Klinik betrachtet werden.

Zur Innenschau gesellt sich hier die Möglichkeit einer Außenschau in einer Ausstellung, in Form von Kunst. Diese gründet in achtsamer „Bildbetrachtung“. Farbfelder in Seelenfarben dienen dem aufmerksamen Auge und der unruhigen Seele im Langsam-Werden und „Inne-Halten“. Oder sie beunruhigen durch dunkle Farbflächen und schaffen dabei eine andere Aufmerksamkeit. Wo Ängste sichtbar („bedrohliche dunkle Fläche“, „negativ wirkender dunkler Rand“, „positives, helles Blau“…) und bewußter werden besteht die Aussicht ihre Kraft zurück zu drängen. Sich frei von Setzungen zu machen, die gelernt aber nicht unbedingt wahr sind. Zumindest überdacht werden sollten, um frei zu werden. Nicht umsonst spricht Rudolf Steiner von Heilkunst, wenn er sich auf dem Feld der Medizin bewegt. Wo es um Gesundung geht, sollte da nicht der Mensch immer in seiner Ganzheit betrachtet werden. Und so kann Kunst zur Gesundung beitragen, indem sie den Menschen dort anspricht, wo der rationale Gedanke nicht hinreicht.

[nggallery id=15]

Bewegtes aus dem Farbfeld Atelier

Farbfeld Malerei 2010

[nggallery id=12]

Malen als eine andere, erweiterte Form des Denkens? Der über die tätige Hand aktivierte Gedanke oder auch ausgeführte, mal schlummernd, dann wieder laut oder einfach nur freifließend und bewegt führt das Geschehen immer an Grenzen. Die Grenzen zu weiten, zu überschreiten ist des Künstlers Aufgabe – das Medium Farbe/Malerei ist dabei eines von vielen. Aber die Farbe in ihrer Reinheit ist dabei gütiger Träger des Sublimen und undeutbares Phänomen zugleich.

Es ist nicht so, daß wir über Farben nicht sprechen könnten, über ihre Wirkungen und Ausprägungen, aber ein abschließendes und gültiges Urteil dürfte kaum gelingen. Farbe als Phänomen – unendlich in den Nuancen, auch bestimmt und klar, changierend und doch „rein“ – manchmal „edel“ und dann wieder nur pur öffnen Tore in eine „Anders-Welt“.

Das Quadrat als einfache, reduzierte Form hilft dabei dem Bild zunächst Träger zu sein, einen Rahmen oder auch Rand zu geben, „neutral“ in seiner Ausrichtung. Einmal unendlich kraftvoll – da gleichmäßig in zwei Richtungen ausgespannt zwischen der Horizontalen (dem Sinnbild des Erdigen) und der Vertikalen (dem Streben nach dem Himmlischen zuzuordnen) – und dann wieder so sehr in sich ruhend, daß Kraft zugunsten von stiller Präsenz zurücktritt, um dem Phänomen der Wandlung die Bühne zu überlassen. Um dem Kraftpotential der Farbe den nötigen Raum zu bereiten, sich dem Pulsieren und Atmen zu überlassen, das so sehr der menschlichen Kreatur in seinem Lebenswillen entspricht wie kaum etwas anderes. Stockt der Atem oder hört gar auf, erreicht der Mensch in seinem jetzten Dasei die Schwelle – und um diese Schwelle geht es letztendlich immer, wenn Kunst entsteht.

Stille Präsenz

Um der Wandlung zu begegnen ist ein anderer – ein neuer Akt von Wahrnehmung notwendig. Der Ausgangpunkt könnte als „vorurteilsfreies Schauen“ bezeichnet werden, wobei ein erster Blick in der Regel noch nicht viel vom Gehalt des Bildes freigibt. Erst im Schauen „öffnen sich Tore“, die weiteren Zugang schaffen. Und Übung im vorurteilsfreien Schauen bildet die Grundlage für die neuen Wahrnehmungsorgane, die noch nicht einmal einen Namen haben.

**********************************************************************************************************

Neu ist auch das Sofa – natürlich in Rot…

rotes-sofa-2 rotes-sofa-4 rotes-sofa-3 rotes-sofa-5

Impressionen aus der Ausstellung Facttenreich 5 (2010)

Sie sehen mehr als 70 Bilder und dazu noch an die dreissig Glasobjekte im Erdgeschoß. Dazu weitere Arbeiten auf der Empore und am Kunstsinnigen Sonntag weitere Bilder in Aquarell, Acryl, Öl, Mischtechnik und Zeichnungen in den Ateliers. Die KünstlerInnen und Künstler sowie das Team des Lebensraums freuen sich auf Ihren Besuch. Auf anregende Gespräche mit dem Publikum und einen regen Austausch.

Impressionen aus der aktuellen Facettenreich Ausstellung 2010

[nggallery id=10]

 

Share on Facebook